07.04.2022 | Studie

4,9 Prozent mehr Kredite bei KMU

Die ausstehenden Kredite für kleine und mittlere Unternehmen haben sich im ersten Jahr der Pandemie deutlich erhöht. Dies berichtet die OECD und rechnet mit einer steigenden Zahl an Insolvenzen.

Der Bestand an KMU-Krediten stieg laut OECD im Jahr 2020 um 4,9 Prozent an. Getragen wurde diese Entwicklung von einem starken Zuwachs bei den staatlichen Kreditbürgschaften - 2020 um 110 Prozent gegenüber dem Vorjahr -, Schuldenmoratorien sowie der direkten Kreditvergabe an KMU. Letztere wuchs im Jahr 2020 um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In den am meisten erfassten Volkswirtschaften hätten beispiellose Unterstützungsmaßnahmen dazu beigetragen, eine Insolvenzwelle zu verhindern: Die Zahl der Insolvenzen ging 2020 um 11,7 Prozent zurück. Da die Stützungsmaßnahmen auslaufen und die Unternehmen durch die Energiekosten einem verstärkten Druck ausgesetzt sind, werde die Zahl der Insolvenzen in Zukunft wahrscheinlich zunehmen. Unterstützungsmaßnahmen und günstige Kreditvergabebedingungen hätten bei vielen KMU zu einem höheren Schuldenstand geführt, der in Zukunft angegangen werden müsse, so die OECD.

(OECD / STB Web)

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