03.01.2024 | IW-Berechnungen

Höhere Belastungen im neuen Jahr

Im neuen Jahr werden die meisten Steuerzahlenden höher belastet als noch 2023. Das zeigen neue Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Insbesondere Gering- und Durchschnittsverdiener müssen danach mehr zahlen.

Besonders hart trifft es den Berechnungen zufolge Alleinerziehende mit einem Kind. (Foto: © iStock.com/monkeybusinessimages)

Ab Januar wird vieles teurer. Die Sozialbeiträge steigen, CO2 kostet mehr und auch die Mehrwertsteuer in der Gastronomie kehrt auf ihr ursprüngliches Niveau von 19 Prozent zurück, ebenso die Mehrwertsteuer für Gas. Außerdem muss aufgrund steigender Netzentgelte mehr für Energie gezahlt werden. All dem steht die steuerliche Entlastung bei der Einkommensteuer gegenüber. Unterm Strich zahlt ein Single mit einem Jahresbruttoeinkommen von 50.000 Euro auf das Jahr gerechnet jedoch 40 Euro mehr an Steuern und Abgaben, wie neue IW-Berechnungen zeigen.

Alleinerziehende trifft es besonders hart

Die Auswertung macht deutlich, dass Gutverdiener besser als andere davonkommen. Eine Familie mit zwei Kindern und einem gemeinsamen Bruttojahreseinkommen von 130.000 Euro hat am Ende des Jahres 262 Euro mehr, eine Familie mit 42.000 Euro Jahreseinkommen 33 Euro weniger. Besonders hart trifft es Alleinerziehende mit einem Kind: Nach den IW-Berechnungen kommt eine alleinerziehende Person mit einem Jahresbruttoeinkommen von weniger als 36.000 Euro auf ein Minus von 144 Euro.

Verantwortlich sieht das IW hierfür die Ampel-Regierung und deren Versäumnisse und plädiert für ein Klimageld zur Kompensation.

(IW / STB Web)